Kinder stark machen
Am 1. Juni ist Internationaler Kindertag: An diesem Tag stehen die Kinder zu Hause und bei vielen Aktionen im Mittelpunkt. Neben der Familie kann das unmittelbare Umfeld einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Kinder zu selbstständigen und eigenverantwortlich handelnden Menschen heranwachsen. Die Freiwilligendienste machen es vor: Vier Leuchtturmprojekte aus Mainz, Gera, Kassel und Berlin bieten engagierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, junge Eltern zu unterstützen oder sich für Kinder und Jugendliche zu engagieren. Die Schule spielt dabei oft eine zentrale Rolle.
„Willkommen in Mainz!“
Worauf muss ich achten? Welche Termine sind wichtig? Wer kann mir helfen? Dies sind Fragen, die Eltern von Neugeborenen beschäftigen. In Mainz bekommen Eltern zielgerichtete Unterstützung, denn dort heißen Freiwillige unterschiedlicher Herkunft jedes neugeborene Kind aktiv willkommen. Zu zweit suchen die Freiwilligen die jungen Familien auf und geben ihnen Infomaterial für die nächsten Schritte sowie wichtige Kontaktadressen an die Hand. Wenn gewünscht, halten die Freiwilligentandems Kontakt und begleiten die Eltern in den ersten Wochen ihrer Elternschaft.
Zum Projekt „Willkommen in Mainz“
„Hand in Hand“
Vergleichbar mit „Willkommen in Mainz“ ist das Geraer Leuchtturmprojekt „Hand in Hand“. Zwei Freiwillige des Projekts besuchen junge Mütter in den ersten sechs bis acht Lebenswochen ihres Kindes. Die Freiwilligen können eventuellen Unterstützungsbedarf schnell erkennen und Beratung und Hilfe organisieren. Die Ehrenamtszentrale der Stadt Gera unterstützt das Projekt und sorgt für die Qualifizierung und Weiterbildung der zurzeit etwa 30 Ehrenamtlichen. Neben jungen Müttern hilft „Hand in Hand“ auch älteren, allein lebenden Menschen, Familien, Alleinerziehenden sowie Menschen mit Migrationshintergrund oder in sozialen Problemlagen.
Zum Projekt „Hand in Hand" in Gera
„Freiwilligendienst aller Generationen im Lebensraum Schule“
Lernpaten, Streitschlichter oder Schulsanitäter: Der Lebensraum Schule bietet für Schülerinnen, Schüler und Freiwillige viel mehr Engagementmöglichkeiten, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Ehrenamtliche Schulpaten und Vertrauenspersonen – also Menschen mit Lebenserfahrung – leiten die Jugendlichen an, verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen zu können, geben Tipps für die Berufsfindung oder helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Die Jugendlichen selbst können auch Gruppenprojekte zu gesellschaftspolitischen Themen gründen und durch dieses Engagement den Schulalltag abwechslungsreicher gestalten.
Zum Projekt „Freiwilligendienst aller Generationen im Lebensraum Schule“ in Kassel
„Bildungsleuchtturm Berlin“
Wie sag ich’s, wer bin ich und wo will ich hin? Die drei Teilprojekte des Bildungsleuchtturms Berlin vermitteln Kindern und Jugendlichen in der Schule zentrale Werte, Wege und Strategien für ihren Schulalltag und ihre zukünftige Entwicklung: Durch „Seniorpartner in School“ lernen junge Menschen Konflikte konstruktiv zu lösen, in der „Ausbildungsbrücke“ werden sie konkret auf das Berufsleben vorbereitet und im „Projekt Verantwortung“ können sich die Jugendlichen selbst engagieren und erleben, wie die Zivilgesellschaft vom Mitmachen lebt.
Zum Projekt „Bildungsleuchtturm Berlin"
Berlin, 28. Mai 2010