Direkt zum Inhalt





Engagement schlägt Brücken - Freiwilligendienste aller Generationen

Hände im Rasen


Aktuelles

Logo "Internationales Jahr der Jugend"

Aktiv für und mit Jugendlichen

Der 12. August ist der Auftakt zum Internationalen Jahr der Jugend. Die Vereinten Nationen rufen weltweit über eine Milliarde junger Menschen zwischen 15 und 24 auf, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. In Deutschland können sie sich unter anderem in die neuen Freiwilligendienste einbringen.

Das Spektrum reicht von der Altenhilfe bis zur Unterstützung von Familien. Jugendliche, die sich dort engagieren, haben vielfältigen Kontakt zu anderen, auch älteren Menschen, denn beim neuen Freiwilligendienst können alle Generationen mitmachen. Das führt zu „Dialog und gegenseitigem Verständnis“ – ganz im Sinne des Internationalen Jahres der Jugend, das unter diesem Motto steht.

Kinder- und Jugendleuchtturm

Der „Kinder- und Jugendleuchtturm“ in Berlin ist dafür ein gutes Beispiel. Den Programmnamen „Freiwilligendienste aller Generationen“ nimmt man hier wörtlich: Die Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung steht im Mittelpunkt. Beim Projekt „Gesund und lecker“ zum Beispiel kochen Jugendliche gemeinsam mit älteren Menschen. Dabei lernen sie deren Rezepte und Zubereitungstipps kennen. Und die Jugendlichen erklären den Senioren im Gegenzug, wie das Internet funktioniert und wie sie E-Mails schreiben können. So lernen alle ganz praktisch voneinander. Das fördert die gegenseitige Wertschätzung und motiviert zum weiteren Austausch.

Zum Projekt „Kinder- und Jugendleuchtturm“

Europa-Leuchtturm

An der Ostseeküste in Rostock steht der „Europa-Leuchtturm“, der sich unter anderem die europapolitische Bildung auf die Fahne geschrieben hat. Zielgruppe der Bildungsarbeit sind Jugendliche. Als Wissensvermittler engagieren sich ältere Menschen, die sich an der Rostocker Seniorenakademie gezielt auf diese Aufgabe vorbereiten. Einige Jugendlichen haben ihrerseits einen Kurs im örtlichen Frauentechnikzentrum absolviert und vermitteln nun technisches Wissen an Seniorinnen und Senioren. Häufig entstehen hier wirkliche Freundschaften zwischen Jung und Alt, die auch über die Kurse hinaus bestehen.

Zum Projekt „Europa-Leuchtturm Rostock“

Es schadet nicht aktiv zu sein!“

Dieses Motto ist im sächsischen Zethau zu hören, und es wirkt: Immer mehr junge Menschen interessieren sich für alte Handwerkskünste. Die ältere Generation gibt diese Traditionen weiter – sogar über Sprach- und Ländergrenzen hinweg, zum Beispiel beim Klöppeln mit tschechischen Nachbarn. Es schadet nicht aktiv zu sein – im Gegenteil: Gemeinsame Aktivitäten fördern das miteinander Reden und das gegenseitige Verständnis der Generationen – nicht nur in Zethau, Rostock und Berlin.

Zum Projekt „Es schadet nicht aktiv zu sein!“

Bürgermeister Thorsten Dahl. Quelle: Stadt SchleswigBürgermeister Thorsten Dahl. Quelle: Stadt Schleswig

„Eine Chance für Schleswig!“


Thorsten Dahl ist Bürgermeister der norddeutschen Stadt Schleswig, dem Standort des Leuchtturmprojekts „mittenmang“. Er berichtet, welche Rolle die Freiwilligendienste aller Generationen darüber hinaus in der Kommune mit ihren etwa 24.000 Einwohnerinnen und Einwohnern spielen und warum er sie als Chance für Schleswig sieht.

Herr Dahl, warum sind die Freiwilligendienste aller Generationen für Schleswig wichtig?
Jeder dritte Mensch in Schleswig ist älter als 60 Jahre – wir stehen schon heute vor allen Herausforderungen, die der demographische Wandel mit sich bringt. Jedes dritte Kind in unserem Ort lebt von Hartz IV – die Kommune muss sich um diese Kinder und ihre Eltern kümmern. Die neuen Freiwilligendienste können das nicht allein lösen, aber sie können helfen, ehrenamtliche Strukturen zu erhalten und auszubauen – die brauchen wir, um die Daseinsvorsorge zu gewährleisten.

Wie wollen Sie die neuen Freiwilligendienste dauerhaft in Schleswig verankern?
Das Projekt „mittenmang“, bei dem sich zurzeit etwa zehn Ehrenamtliche für ältere und behinderte Menschen engagieren, war der Anfang für die neuen Freiwilligendienste bei uns in Schleswig. Mittlerweile wird auf Initiative unserer Gleichstellungsbeauftragten auch die Kriminalprävention durch den Freiwilligendienst unterstützt, die seit mehr als zehn Jahren erfolgreich in Schleswig arbeitet; wir als Stadt sind dabei Träger. Um den Dienst nachhaltig zu verankern, strebe ich zunächst die Einstellung von 5.000 Euro in den Haushalt 2011 an. Damit sollen zehn Träger oder Freiwillige dazu befähigt werden, für mindestens ein halbes Jahr einen Freiwilligendienst für Schleswig zu übernehmen. Außerdem unterstützen wir als Stadt die Freiwilligendienste als Träger und durch Fortbildungsangebote.

Wie kommen die neuen Freiwilligendienst in Schleswig an?
Ich treffe mit diesem neuen Angebot auf breite Zustimmung. Wo es an den Mitteln für Fahrtkostenerstattung oder Qualifizierung fehlt, sollte die Stadt in Vorleistung gehen – im Interesse ihrer Bürgerinnen und Bürger. Wenn einem Verein mangels Schatzmeister die Auflösung droht, mit den neuen Freiwilligendiensten aber einer qualifiziert und bereitgestellt werden kann, haben Sie die Leute auf Ihrer Seite. Die Freiwilligendienste sind eine Chance für Schleswig!

Stichwort Qualifizierung: Wie organisieren sie die Weiterbildung für freiwillig Engagierte?
Dabei setzen wir auf unsere Volkshochschule. Sie bietet aktuell den Kurs „Zusatzqualifikationen für Freiwilligendienstler/innen“ an, bei dem es unter anderem um soziale Kompetenzen, Rechtsfragen, Veranstaltungsplanung und Öffentlichkeitsarbeit geht. Die Teilnahme an den insgesamt 16 Terminen, darunter drei Ganztagesveranstaltungen, ist kostenlos.

Wo sehen Sie Einsatzfelder für die Freiwilligendienste?
mittenmang, Kriminalprävention und kränkelnde Vereine habe ich ja bereits angesprochen. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass mit dem Dienst die Nachwuchsgewinnung unserer Freiwilligen Feuerwehr unterstützt wird – die gehört nämlich zu den städtischen Aufgaben. Auch Projekte, die zum Beispiel von den „Seniorentrainern“ konzipiert wurden, könnten von Freiwilligen umgesetzt werden. Schließlich ist es wichtig, dass unsere Ehrenamtsdatenbank zuverlässig betreut wird – auch für diese Aufgabe sind die neuen Freiwilligendienste aufgrund ihrer guten Verbindlichkeit geeignet.

Freiwillige im Gespräch mit Jugendlicher. Quelle: Seniorpartner in School, BerlinFreiwillige im Gespräch mit Jugendlicher. Quelle: Seniorpartner in School, Berlin

Kinder stark machen

 

Am 1. Juni ist Internationaler Kindertag: An diesem Tag stehen die Kinder zu Hause und bei vielen Aktionen im Mittelpunkt. Neben der Familie kann das unmittelbare Umfeld einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Kinder zu selbstständigen und eigenverantwortlich handelnden Menschen heranwachsen. Die Freiwilligendienste machen es vor: Vier Leuchtturmprojekte aus Mainz, Gera, Kassel und Berlin bieten engagierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, junge Eltern zu unterstützen oder sich für Kinder und Jugendliche zu engagieren. Die Schule spielt dabei oft eine zentrale Rolle.

„Willkommen in Mainz!“

Worauf muss ich achten? Welche Termine sind wichtig? Wer kann mir helfen? Dies sind Fragen, die Eltern von Neugeborenen beschäftigen. In Mainz bekommen Eltern zielgerichtete Unterstützung, denn dort heißen Freiwillige unterschiedlicher Herkunft jedes neugeborene Kind aktiv willkommen. Zu zweit suchen die Freiwilligen die jungen Familien auf und geben ihnen Infomaterial für die nächsten Schritte sowie wichtige Kontaktadressen an die Hand. Wenn gewünscht, halten die Freiwilligentandems Kontakt und begleiten die Eltern in den ersten Wochen ihrer Elternschaft.

Zum Projekt „Willkommen in Mainz“

„Hand in Hand“

Vergleichbar mit „Willkommen in Mainz“ ist das Geraer Leuchtturmprojekt „Hand in Hand“. Zwei Freiwillige des Projekts besuchen junge Mütter in den ersten sechs bis acht Lebenswochen ihres Kindes. Die Freiwilligen können eventuellen Unterstützungsbedarf schnell erkennen und Beratung und Hilfe organisieren. Die Ehrenamtszentrale der Stadt Gera unterstützt das Projekt und sorgt für die Qualifizierung und Weiterbildung der zurzeit etwa 30 Ehrenamtlichen. Neben jungen Müttern hilft „Hand in Hand“ auch älteren, allein lebenden Menschen, Familien, Alleinerziehenden sowie Menschen mit Migrationshintergrund oder in sozialen Problemlagen.

Zum Projekt „Hand in Hand" in Gera

„Freiwilligendienst aller Generationen im Lebensraum Schule“

Lernpaten, Streitschlichter oder Schulsanitäter: Der Lebensraum Schule bietet für Schülerinnen, Schüler und Freiwillige viel mehr Engagementmöglichkeiten, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Ehrenamtliche Schulpaten und Vertrauenspersonen – also Menschen mit Lebenserfahrung – leiten die Jugendlichen an, verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen zu können, geben Tipps für die Berufsfindung oder helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Die Jugendlichen selbst können auch Gruppenprojekte zu gesellschaftspolitischen Themen gründen und durch dieses Engagement den Schulalltag abwechslungsreicher gestalten.

Zum Projekt „Freiwilligendienst aller Generationen im Lebensraum Schule“ in Kassel

„Bildungsleuchtturm Berlin“

Wie sag ich’s, wer bin ich und wo will ich hin? Die drei Teilprojekte des Bildungsleuchtturms Berlin vermitteln Kindern und Jugendlichen in der Schule zentrale Werte, Wege und Strategien für ihren Schulalltag und ihre zukünftige Entwicklung: Durch „Seniorpartner in School“ lernen junge Menschen Konflikte konstruktiv zu lösen, in der „Ausbildungsbrücke“ werden sie konkret auf das Berufsleben vorbereitet und im „Projekt Verantwortung“ können sich die Jugendlichen selbst engagieren und erleben, wie die Zivilgesellschaft vom Mitmachen lebt.

Zum Projekt „Bildungsleuchtturm Berlin"

 

Berlin, 28. Mai 2010

Pflegebegleitung macht den Alltag leichter. Quelle: shutterstockPflegebegleitung macht den Alltag leichter. Quelle: shutterstock

Nützliche Hilfen für die Pflege in der täglichen Praxis

 

Das Leben in der gewohnten Umgebung ist für Pflegebedürftige sehr wichtig. Die Betreuung pflegebedürftiger Menschen durch Angehörige in der Familie erfordert jedoch viel Energie und Zeitaufwand. Eine wichtige Hilfe sind die Pflegebegleiter-Projekte der Freiwilligendienste aller Generationen. Beispiele aus Bremen, Guben und Berlin zeigen, wie wichtig und vielfältig die Hilfen sein können.

"Bremer Vermittlungsbörse für Pflegebeistand"

Waschen, anziehen, versorgen: Für die Betreuung der Pflegebedürftigen brauchen die Angehörigen viel Zeit. Das Projekt „Zeit schenken“ der Bremer Vermittlungsbörse für Pflegebeistand vermittelt genau das: Freiwillige, die Menschen besuchen, zu einem Museumsbesuch ausführen, vorlesen oder einfach zuhören. Auch die Angehörigen der Pflegebedürftigen können von diesen Zeitgeschenken profitieren.

Zum Projekt „Bremer Vermittlungsbörse für Pflegebeistand“

"Familien jetzt stärken – innovative FWD-Projekte fördern"

Um Pflegebegleiterinnen und -begleiter fit zu machen, bildet sie die Sozialakademie Potsdam der AWO SANO gGmbH in speziellen Kursen aus und liefert wertvolle Tipps für schwierige Situationen. Weitere Pflegebegleiter-Standorte werden in allen neuen Bundesländern etabliert. Das Projekt in der „Europastadt Guben-Gubin“ bildet eine Besonderheit, denn es geht noch einen Schritt weiter: Als deutsch-polnisches Projekt organisiert und fördert es Pflegebegleiter-Dienste beiderseits der Oder und spannt ein grenzüberschreitendes Netzwerk aus engagierten Freiwilligen, Sozialeinrichtungen und Kommunen.

Zum Projekt „Familien jetzt stärken – innovative FWD-Projekte fördern“ in Guben

"Pflegebegleiter-Leuchtturm Berlin"

Der Kooperationspartner Dong Heng aus Berlin geht auf den kulturspezifischen Umgang mit Alter und Tod ein und hat sich auf die Pflege- und Sterbebegleitung von Migrantinnen und Migranten spezialisiert. Freiwillige unterstützen pflegende Angehörige sowie pflegebedürftige Menschen in Heimen im Alltag. Damit diese Hilfen in der Hauptstadt keine Ausnahme bleiben, baut der Kooperationspartner AWO SANO gGmbH nachhaltige Strukturen für die Gewinnung und Weiterbildung von Pflegebegleiterinnen und Pflegebegleitern auf.

Zum Projekt „Pflegebegleiter-Leuchtturm Berlin“

 

Berlin, 17. Mai 2010

Aufruf zum 2. Ökumenischen Kirchentag.Aufruf zum 2. Ökumenischen Kirchentag.

Leuchtturmprojekte beim Kirchentag in München

 

Unter dem Motto „Miteinander Leben – Christsein in der offenen Gesellschaft“ sind fünf Leuchtturmprojekte vom 12. bis zum 16. Mai 2010 beim Ökumenischen Kirchentag in München vertreten. Die Leuchtturmprojekte präsentieren sich in der begleitenden Ausstellung des Kirchentages, der Agora.

Die Projekte aus München, Grimma, Bremen, Freiburg i. Br. und Westerburg stellen an ihrem gemeinsamen Stand in der Halle B5 des Münchener Messegeländes ihre Arbeitsschwerpunkte und die konkreten Lösungen vor, die sie für die Herausforderungen vor Ort entwickelt haben. „Freiwillig im Landkreis Leipzig“ aus Grimma berichtet beispielsweise, wie speziell Migrantinnen und Migranten für freiwilliges Engagement gewonnen werden können. „SV Werder goes Ehrenamt“ fördert integrative Sportangebote in Bremen und gibt Erfahrungen aus der täglichen Arbeit weiter. Die Freiwilligen des Leuchtturmprojekts in Westerburg informieren die Besucherinnen und Besucher der Agora darüber, wie Unterstützung bei Behördengängen konkret aussehen kann. Tipps zur Unterstützung von Familien durch Paten kann der Initiativkreis Freiburger Freiwilligendienste geben. Und wer eine Möbelbörse aufbauen möchte, dem helfen die Freiwilligen des „Leuchtturms Ismaning“, die gerade selbst ein solches Projekt etablieren.

Neben den „Freiwilligendiensten aller Generationen“ präsentieren sich auch die Projekte „Aktiv im Alter“ und „Mehrgenerationenhäuser“ in München. Staatssekretär Dr. Hermann Kues nimmt als Vertreter des Bundesfamilienministeriums an zwei Podiumsgesprächen teil.

Der Ökumenische Kirchentag findet nach 2003 zum zweiten Mal statt. Auf der Agora präsentieren sich mehr als 900 Werke, Verbände, Räte und andere ehrenamtlich arbeitende Gruppen.

Zum Ökumenischen Kirchentag erscheint ein neuer Flyer zu den Freiwilligendiensten aller Generationen, der auch von der katholischen und der evangelischen Kirche mit Grußworten von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und dem kommissarischen Vorsitzenden des Rates der EKD Nikolaus Schneider unterstützt wird. Die beiden Kirchen begrüßen das Anliegen der Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder, mit den Freiwilligendiensten aller Generationen die Gemeindearbeit zu unterstützen und die neue Engagementform in der Arbeit der örtlichen Kirchengemeinden zu etablieren.

Zur Website des Ökumenischen Kirchentages

 

Zum Leuchtturmprojekt München

Zum Leuchtturmprojekt Grimma

Zum Leuchtturmprojekt Bremen

Zum Leuchtturmprojekt Freiburg i. Br

Zum Leuchtturmprojekt Westerburg

 

Berlin, 10. Mai 2010

Gemeinsam lernen in Göttingen-Leineberg. Quelle: StadtteilbüroGemeinsam lernen in Göttingen-Leineberg. Quelle: Stadtteilbüro

"Hallo, Herr Nachbar"

 

Funktionierende und aktive Nachbarschaften in Großstädten leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Anonymität zu verringern und das Miteinander im Stadtviertel wiederzubeleben. Davon profitieren auch Seniorinnen und Senioren: Sie können möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden leben. Drei Leuchtturmprojekte der „Freiwilligendienste aller Generationen“ fördern solche aktiven Nachbarschaften.

Großstadtquartier im Focus – gut versorgt in jedem Alter

Das Projekt „Großstadtquartier im Focus – gut versorgt in jedem Alter“ aus dem Göttinger Stadtteil Leineberg bringt die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels zusammen. Das Stadtteilbüro Leineberg etabliert dazu einen so genannten „dritten Sozialraum“, der stark auf Nachbarschaftshilfen setzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner lernen hier, wie sie mit eigenen Stärken andere unterstützen und Leineberg lebenswerter machen können. Zum Nachbarschaftshilfen-Angebot gehören zum Beispiel Zeitspenden und Hausaufgabenhilfen für Kinder und Jugendliche oder hauswirtschaftliche Unterstützung und Besorgungen für Ältere.

Zum Projekt „Großstadtquartier im Focus – gut versorgt in jedem Alter“ in Göttingen-Leineberg

Seniorenvertreter/-innen in allen Quartieren

Gelsenkirchen ist wie viele Städte im Ruhrgebiet stark vom Strukturwandel betroffen. Gleichzeitig wächst der Anteil älterer Menschen. Dies wirkt sich auch auf die Sozialbeziehungen in den Wohngebieten aus. Die Anonymität steigt und die Zahl der zu betreuenden älteren Menschen wächst. Die Stadt Gelsenkirchen ist hier aktiv: Sie fördert bürgerschaftliches Engagement in diesem Bereich, gewinnt ehrenamtliche Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertreter und gestaltet das Wohnumfeld ihrer Stadt senioren- und familienfreundlich. Die Seniorenbüros spielen bei diesen Aufgaben eine zentrale Rolle – bald soll es in jedem der 18 Stadtteile ein solches Büro geben.

Zum Projekt „Seniorenvertreter/-innen in allen Quartieren“ in Gelsenkirchen

„ReNeNa – Regensburgs nette Nachbarn"

Die ehrenamtliche soziale Arbeit in Regensburg ist je nach Stadtteil sehr unterschiedlich organisiert. Im Projekt „ReNeNa“ erfasst die Stadt das bestehende Engagement und ermittelt den Bedarf an weiteren Leistungen. Es werden neue ehrenamtliche Hilfen gefördert und entwickelt sowie bestehende Teilprojekte vernetzt. Mit Erfolg: Die Systematisierung hat bereits zu neuen Angeboten geführt. So etwa bei der Vorsorgeberatung, der Besuchs- und Kleinreparaturdienste und den aktiven Nachbarschaftshilfen für ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen. Sie können dadurch möglichst lange ein selbst bestimmtes Leben in der eigenen Wohnung führen.

Zum Projekt „ReNeNa – Regensburgs nette Nachbarn“

Berlin, 7. April 2010

Bundespräsident Horst Köhler im Freiwilligenzentrum. Quelle: Freiwilligenzentrum "mittenmang"Bundespräsident Horst Köhler im Freiwilligenzentrum. Quelle: Freiwilligenzentrum "mittenmang"

"mittenmang" empfängt Bundespräsident Horst Köhler

 

„Miteinander leben – miteinander lernen“ – unter diesem Motto stand der Besuch von Bundespräsident Horst Köhler, seiner Frau Eva Luise und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen am 24. März 2010 in Bad Segeberg. Im persönlichen Gespräch mit Freiwilligen erlebten die Gäste, wie integrative Freiwilligenarbeit in der Praxis umgesetzt wird.

Seit 2005 lernen im Freiwilligenzentrum "mittenmang" Menschen mit und ohne Behinderungen, mit und ohne Ausbildung sowie Junge und Ältere gemeinsam. Begegnungen mit Toleranz und auf Augenhöhe – das macht das Leuchtturmprojekt mittenmang zu einem Vorbild des ehrenamtlichen Engagements im Programm „Freiwilligendienste aller Generationen“.

Die Freiwilligen berichteten, wie viel Freude und Erfüllung ihre ehrenamtliche Mitarbeit mit sich bringt. Dieses Engagement und den besonderen Einsatz aller Freiwilligen würdigte der Bundespräsident bei seinem Besuch.

Zum Projekt "mittenmang" in Bad Segeberg

Berlin, 31. März 2010

Freiwillige von ''Unternehmen Zukunft'' stärken u. a. die Lesekompetenz von Kindern. Quelle: Mentoring RatingenFreiwillige von ''Unternehmen Zukunft'' stärken u. a. die Lesekompetenz von Kindern. Quelle: Mentoring Ratingen

Unternehmen spenden Zeit und Engagement

 

Unternehmerische Verantwortung für die Gesellschaft hat eine lange Tradition. Während Stifter früherer Jahre vor allem Sachleistungen und Geld spendeten, bringen Unternehmen heute zunehmend Zeit und persönliches Engagement ein. Die Wirtschaft gehört damit zu wichtigen Ansprechpartnern beim Aufbau von Freiwilligendiensten aller Generationen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen verfügen über professionelle Fähigkeiten und Wissen, die helfen, Projekte der Freiwilligendienste erfolgreich und nachhaltig zu betreiben. Dabei geht die Initiative oft von zwei Seiten aus: Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer suchen nach gesellschaftsrelevanten Betätigungsfeldern für ihre Unternehmen – Projektträger zeigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Unternehmen, wie sie sich engagieren können. Im Rahmen der Freiwilligendienste aller Generationen wird diese Form des Engagements – Dienstleistungen und Zeitspenden – immer wichtiger. ''Unternehmen Zukunft'' in Ratingen gehört zu diesen Projekten, die insbesondere die lokale Wirtschaft ansprechen.

Vorteile des unternehmerischen Engagements

Unternehmerische Verantwortung in Form von ehrenamtlichen Dienstleistungen wahrzunehmen – davon profitieren auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie können sowohl berufliche Qualifikationen als auch persönliche Interessen bei der freiwilligen Tätigkeit einbringen. Dabei sind flexibel strukturierte Arbeitszeiten und -bedingungen besonders wertvoll für die Engagierten.

Das Projekt "Unternehmen Zukunft" in Ratingen

In Ratingen können sich Unternehmen im Projekt ''Unternehmen Zukunft'' engagieren. Die Freiwilligenagentur Ratingen vermittelt zwischen ihnen und den Trägern und zeigt, wo Hilfe nötig ist: Dabei spielen Geld- und Sachleistungen nach wie vor eine Rolle – z. B. ein Computer mit Sprachausgabe für Blinde oder Spenden für die Schulküche. Daneben spielt der persönliche Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Freiwillige eine zentrale Rolle. Sie engagieren sich in ihrer Freizeit um etwa einen ''Garten der Sinne'' für eine soziale Einrichtung zu gestalten oder Kinder in ihrer Lesekompetenz zu stärken.
Ebenso wichtig wie die Tätigkeit selbst sind funktionierende Strukturen rund um das Ehrenamt: Kooperationspartner zu gewinnen, Freiwillige zu qualifizieren und in der Öffentlichkeit präsent zu sein – all dies gehört zu den Aufgaben der Freiwilligenagentur, die das Projekt und die Freiwilligendienste in Ratingen zukunftsfest machen. Fest etabliert ist die ''Meile des Ehrenamts'', bei der sich Trägerorganisationen von Freiwilligendiensten wie auf einem Wochenmarkt interessierten Bürgerinnen und Bürgern präsentieren.
Das Jahr 2010 steht ganz im Zeichen der qualitativen Weiterentwicklung: Im April wird ein neues Qualifizierungsmodul für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter starten und sukzessive ausgebaut. Die Leiterinnen eines Seniorentreffs versammeln sich im Mai, um die Startphase des Projekts zu reflektieren und daraus Schlüsse für die weitere Arbeit zu ziehen.

Zum Projekt "Unternehmen Zukunft" in Ratingen


Engagementberater in Mundelsheim

Ein anderes Projekt für freiwillig engagierte Unternehmen ist das Projekt ''Weiterbildung zum Engagementberater'' in Mundelsheim. Qualifizierte Führungskräfte bilden sich hier gezielt weiter und helfen Unternehmen, das geeignete Projekt zu finden. Durch die qualifizierte Beratung finden Projekte und Unternehmen passgenau zueinander.

Zum Projekt "Weiterbildung zum Engagementberater" in Mundelsheim


Pro Ehrenamt e.V. in Saarbrücken

„Sozialverantwortung von Unternehmenspartnern“ – Dieses Motto der LAG Pro Ehrenamt e.V. steht für eine innovative Form unternehmerischen Engagements. Das Leuchtturmprojekt verbindet Zeitspenden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit freiwilligem Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Die LAG Pro Ehrenamt e.V. verfügt über langjährige Erfahrung mit Partnern aus der Wirtschaft und will saarlandweit regionale bzw. lokale Engagementnetzwerke aufbauen.

Zum Projekt "Sozialverantwortung für Unternehmenspartner" in Saarbrücken

Berlin, 19. Februar 2010

Die Freiwilligendienste aller Generationen stärken die Kommunen.Die Freiwilligendienste aller Generationen stärken die Kommunen.

Engagement vor Ort: Freiwilligendienste aller Generationen stärken die Kommunen

 

Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und kommunale Repräsentanten wie Bürgermeister oder Landräte aus ganz Deutschland sind am 
20. Januar 2010 in Bonn zusammengekommen, um sich über den Mehrwert der Freiwilligendienste aller Generationen in den Kommunen auszutauschen. Zentrales Ergebnis ist: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann ein breites bürgerschaftliches Engagement und die Ansprache neuer Zielgruppen, wie zum Beispiel Menschen mit Migrations-
hintergrund, den Kommunen großen Nutzen bringen. Deshalb sei es wichtig, das Programm ''Freiwilligendienste aller Generationen'' weiter auszubauen, eine klare Angebotsstruktur zu schaffen und noch mehr Bürgerinnen und Bürger, aber auch Institutionen und Unternehmen zu gewinnen.

Bürgerschaftliche Engagementstrukturen sind ein Standortvorteil

Die Gesprächsteilnehmer waren sich darüber einig, dass gerade die Freiwilligendienste aller Generationen die Chance böten, bürgerschaftliches Engagement auf kommunaler Ebene zu intensivieren und die Lebensqualität in Städten, Gemeinden und Landkreisen zu verbessern. Bürgerinnen und Bürger jeden Alters fänden die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten, sei es in der Schule bei der Unterstützung des Sportunterrichts, der Hausaufgabenhilfe bis hin zur Prävention von Gewalt, in der Pflegebegleitung, Nachbarschaftshilfe oder als Trainerin oder Trainer im örtlichen Sportverein. Konkurrenzsituationen seien aber zu vermeiden, der Schlüssel zum Erfolg läge vielmehr darin, bereits bestehende ehrenamtliche Strukturen weiter zu fördern und für die Freiwilligendienste aller Generationen bewusst Themenfelder zu wählen, wo Handlungsbedarf oder Defizite bestehen. Denn: Eine lebendige, breit aufgestellte Engagement fördernde kommunale Infrastruktur könne ein gewichtiger Standortvorteil sein. Wenn Angebote und Passgenauigkeit stimmen, so die Erfahrungen der Anwesenden, würden Bürgerinnen und Bürger gerne mitwirken. Das Miteinander von Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und Freiwilligen wirke für alle bereichernd. Die Organisation günstiger Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement gehöre zur Daseinsvorsorge. Dabei könnten gerade in Zeiten knapper finanzieller Ressourcen von Kommunen auch Effizienzgewinne beachtlich sein. Die Begrüßung von Neugeborenen in einer Stadt durch Freiwillige in enger Kooperation mit dem Jugendamt ließe sich zum Beispiel als präventive Jugendhilfearbeit fassen. Ein verlässliches Netz von Nachbarschaftshilfe und Pflegebegleitung könnte dem Grundsatz ''ambulant vor stationär'' Schubkraft geben.

Berlin, 20. Januar 2010

Hier können Sie die Dokumentation zur Veranstaltung herunterladen.

Freiwillige informieren sich in der Datenbank.Freiwillige informieren sich in der Datenbank.

Per Mausklick zur Weiterbildung – Qualifizierungsangebote für Freiwillige im Netz

 

Freiwilliges Engagement hat viele Facetten: Freiwillige investieren Zeit, zeigen Interesse am Nächsten, haben Freude an der Tätigkeit an sich, beweisen soziale Fertigkeiten und eignen sich spezielles Wissen an. Dafür gibt es in Deutschland zahlreiche Weiterbildungsangebote aller Träger. Bis zu 60 Stunden können sich Engagierte im Rahmen von Freiwilligendienste aller Generationen jährlich fortbilden und ihre Fähigkeiten und ihr Wissen erweitern. So vielfältig die Einsatzfelder sind, in denen sich Freiwillige betätigen, so vielfältig sind auch die Kurse, Workshops und Informationsabende, die von verschiedenen Trägern angeboten werden. Damit hierbei kein Qualifizierungsangebot vergessen wird, andererseits aber auch der Überblick nicht verloren geht, etablieren sich zunehmend Internetangebote – meist in Form von Datenbanken – die über die Qualifizierungsangebote einer Stadt oder Region informieren.

Die Qualifizierungsdatenbank in Bremen

In Bremen haben Engagierte nun mit der Virtuellen Freiwilligen Akademie (VFreiA) die Chance, sich online über die Qualifizierungsmöglichkeiten in ihrer Region zu informieren. Mit der Datenbank der Virtuellen Freiwilligen Akademie Bremen (VFreiA) bekommen Freiwillige einen zentralen Einblick in die gesammelten Qualifizierungsangebote aller Träger. Das sind z. B. Schulungskurse für die Familienassistenz, zur Erstellung von Flyern oder Informationsabende zur Patientenverfügung. Diese und andere Kurse werden in der Qualifizierungsdatenbank so zusammengeführt, dass die Interessierten über eine einfache Suchfunktion den gewünschten Kurs finden und sich gleich anmelden können. Der Anbieter dieses Services – das Netzwerk Selbsthilfe Bremen-Nordniedersachsen e.V. – beabsichtigt, die Qualifizierungsangebote besser bekannt zu machen, um dadurch noch mehr Kurse in die Datenbank einspeisen zu können. In zwei Jahren soll diese dann von den Qualifizierungsträgern selbst verwaltet werden.

Datenbanken und Übersichten liegen im Trend

Wie in Bremen entstehen seit einiger Zeit auch in anderen Städten und Regionen Deutschlands mehr und mehr Datenbanken. Sie haben fantasievolle Namen, wie z. B. Q-Aktivoli oder FÖBE und sind so variationenreich wie die Kursangebote, die sie enthalten. Während zahlreiche Landesnetzwerke die Kursübersichten als PDF zum Download anbieten, setzen andere Träger auf die interaktive Variante. Die Vorteile von Qualifizierungsdatenbanken sprechen auf jeden Fall für sich: Freiwillige informieren sich zunehmend über Weiterbildungsangebote und die Träger von Kursen können sich besser untereinander abstimmen, wenn es darum geht, neue und möglicherweise ergänzende Qualifizierungsangebote zu schaffen. Vorreiter dieser Entwicklung ist das Q-Aktivoli in Hamburg. Es wurde vor drei Jahren aufgebaut und ist heute ein fester Bestandteil in der Freiwilligenarbeit der Hansestadt. An diesem Vorbild orientieren sich heute die Virtuelle Freiwilligen Akademie Bremen und zahlreiche Städte und Regionen in Deutschland, in denen Qualifizierungsdatenbanken eingerichtet werden.

Einige Beispiele für Qualifizierungsdatenbanken finden Sie hier:

FÖBE (München)
fan (Hannover)
Q-Aktivoli (Hamburg)
VFreiA (Bremen)

Berlin, 13. Januar 2010

Freiwillige arbeiten grenzüberschreitend. (Quelle: shutterstock)Freiwillige arbeiten grenzüberschreitend. (Quelle: shutterstock)

Engagement schlägt Brücken: Grenzüberschreitendes Ehrenamt

 

Seit 1986 ist der 5. Dezember der Internationale Tag des Ehrenamts. Dieser von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Gedenk- und Aktionstag ist der Anerkennung und Förderung ehrenamtlicher Tätigkeiten gewidmet. Hierzulande engagieren sich auf diese Weise mehr als 23 Millionen Bürgerinnen und Bürger bei einigen tausend gemeinnützigen Einrichtungen, einige von ihnen im Rahmen der Freiwilligendienste aller Generationen. Dieses Programm macht ehrenamtliches Engagement für unterschiedlichste Träger besser planbar und fördert es durch Verbesserungen im rechtlichen Bereich. Dies hilft insbesondere grenzüberschreitenden und europäisch ausgerichteten Projekten.

Die Freiwilligendienste aller Generationen

Die Freiwilligendienste aller Generationen sind überaus vielfältig. Hier stellen wir drei exemplarische Leuchtturmprojekte vor, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit pflegen:

- Der Träger des ''Europa-Leuchtturms'' in Rostock ist ein anerkannter Bildungsträger und arbeitet seit Jahren mit zahlreichen europäischen Partnern zusammen. 

- ''Gib 8!'', ein Projekt in Nordhorn, geht auf Anregungen aus den Niederlanden zurück. In ihm wirken  deutsche und niederländische Freiwillige mit.

- ''Cham bewegt (sich)'' lautet die Devise des Landkreises Cham. Unter anderem engagieren sich hier auch ehrenamtlich Tätige aus der benachbarten Tschechischen Republik.

„Europa-Leuchtturm“ in Rostock

Das ''Europäische Integrationszentrum Rostock e.V.'' (EIZ Rostock) besitzt umfangreiche und langjährige Erfahrungen in der europapolitischen Bildung. Es ist als staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern gut im Bildungssektor vernetzt, mit Partnern im Bundesland selbst und mit zahlreichen Partnern in Europa.Mehr lesen...

„Gib 8!“ in Nordhorn

In Nordhorn, im Landkreis Grafschaft Bentheim, unweit der niederländischen Grenze, ist der Imperativ ''Gib 8'' Namensgeber für das Leuchtturmprojekt des Evangelisch-reformierten Diakonischen Werks  im Landkreis Grafschaft Bentheim. Derzeit entsteht ein intensiver Erfahrungsaustausch bis hin zu grenzüberschreitenden Projekten mit niederländischen Freiwilligen. Mehr lesen...

„Cham bewegt (sich)“ im Landkreis Cham 

Ohne auf Erfahrungen aus Vorläuferprojekten zurückgreifen zu können, baute der Landkreis sein Leuchtturmprojekt ''Cham bewegt (sich)'' auf. Einer der vier Themenbereiche pflegt die deutsch-tschechische Zusammenarbeit und macht interkulturelle Erfahrungen schon für Kleinkinder erlebbar.Mehr lesen...

Berlin, 8. Dezember 2009

Demografischen Wandel gestalten: Gerade der ländliche Raum braucht mehr generationsübergreifendes Engagement. Quelle: shutterstockDemografischen Wandel gestalten: Gerade der ländliche Raum braucht mehr generationsübergreifendes Engagement. Quelle: shutterstock

Freiwilligendienste aller Generationen im ländlichen Raum


Infrastruktur und ländlicher Raum

Die ländlichen Räume in Deutschland stehen vor vielfältigen Herausforderungen: Abwanderung und eine zunehmend ältere Bevölkerung gehören dazu. Hier ist zielgerichtetes Gegensteuern gefragt. Dafür stellt die Bundesregierung ab 2009 zehn Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket bereit. Die Mittel sollen vor allem in die Bildung und in die Infrastruktur fließen (Mehr: www.bundesregierung.de). 

Das sieht das Konzept der Bundesregierung vor, dem das Kabinett Anfang Mai zustimmte. Aber nicht nur in die Infrastruktur, auch in die Sozialstruktur wird künftig investiert werden. So sollen  Anreize zum bürgerschaftlichen Engagement geschaffen werden, denn der Anteil hilfebedürftiger älterer Menschen wächst auf dem Land schneller als in der Stadt. Dies ist eine von vielen Herausforderungen, vor denen der ländliche Raum in Zukunft steht.

Sozialstruktur und ländlicher Raum

Viele Dörfer und Gemeinden in Deutschland kennen die Probleme: Lange Zeit funktionieren die Sozialstrukturen – erst gut, dann brauchbar, dann immer schlechter. Irgendwann werden Veränderungen sichtbar, die der demografische Wandel mit sich bringen kann: Sei es die Schule, die schließen muss, die öffentlichen Gebäude, die mangels Sanierung veralten oder Vereine, die ihre Arbeit mangels Mitglieder einstellen müssen. Dies ist meist das Signal zum Handeln.

Drei beispielhafte Dörfer haben diesen Prozess erlebt. Nun nehmen die Bürgerinnen und Bürger die Herausforderungen des demografischen Wandels an und steuern mit dem Programm ''Freiwilligendienste aller Generationen'' dagegen: Merzig-Bietzen im Saarland, Zethau in Sachsen und Dischingen in Baden-Württemberg.

Projekt „MEHRgenerationenDORF Bietzerberg“

Der heimatkundliche Verein Bietzerberg machte seine historischen Schätze der Öffentlichkeit zugänglich und richtete vor wenigen Jahren einen Geschichtspfad ein – das ''Geschichtsdorf Bietzerberg'' war geboren. Kurz darauf schloss die staatliche Grundschule, danach das Pfarrhaus. Damit verbanden sich mit dem Begriff des demografischen Wandels konkrete, negative Erfahrungen. Dies sorgte bei den Bewohnern für Erschrecken; denn so war das mit dem ''Geschichtsdorf'' nun wiederum nicht gemeint. Den Bietzerbergern war klar, dass sie etwas unternehmen mussten, wenn sie diese Entwicklung bremsen wollten –  nicht allein, sondern gemeinsam. Mehr lesen...

Projekt „Es schadet nicht aktiv zu sein“ in Zethau/Sachsen

Hinter diesem aufrüttelnden Titel verbirgt sich ein Strauß von zehn Teilprojekten des Trägervereins ''Grüne Schule grenzenlos e.V.'' Dazu gehören auch kulturelle und erlebnispädagogische Aktivitäten; der Schwerpunkt liegt aber auf der Wiederbelebung traditioneller Handwerkskunst aus dem Erzgebirge. Wie Klöppeln, Schnitzen und Flachshecheln in Verbindung mit einer touristischen Idee eine Nebenerwerbsquelle erschließen soll, zeigt das Projekt aus Zethau. Mehr lesen...

Projekt „JAKOB in Dischingen“

Die Siedlungsstruktur der Gemeinde Dischingen ist geprägt durch weit auseinander liegende Ortschaften und Weiler, die auch gut dreißig Jahre nach der Gemeindegebietsreform ein weitgehend eigenständiges Dorf- und Vereinsleben pflegen. Der demografische Wandel stellt nun jedoch den Fortbestand mancher Vereine in Frage, so dass eine Vernetzung unverzichtbar ist. Ausgehend von dem Wunsch das Vereinsleben zu sichern, erproben die Dischinger nun weitere Freiwilligendienste, welche die strukturellen Schwächen des ländlichen Raumes in Zukunft kompensieren könnten. Mehr lesen...

Berlin, 23. Oktober 2009

Das Logo der "Woche des bürgerschaftlichen Engagaments". Quelle: bbeDas Logo der "Woche des bürgerschaftlichen Engagaments". Quelle: bbe

Bundesweite Woche des bürgerschaftlichen Engagements gestartet

Am 2. Oktober 2009 startete bundesweit die Aktionswoche des bürgerschaftlichen Engagements, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler steht und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Im Rahmen der Aktionswoche soll verdeutlicht werden, wie bürgerschaftliches Engagement bereichert und die Gesellschaft insgesamt stärkt. Das Thema der diesjährigen Woche des bürgerschaftlichen Engagements widmet sich dem Engagement von Jung und Alt. Bundesweit sind Bürgerinnen und Bürger, Einrichtungen, Vereine oder Initiativen dazu aufgerufen, sich mit Aktionen und Veranstaltungen zu beteiligen.

Vielfalt und Struktur des bürgerschaftlichen Engagements

Eine spezielle Form des bürgerschaftlichen Engagements sind die Freiwilligendienste aller Generationen. Sie bilden einen verlässlichen aber flexiblen Rahmen und gehen einen Mittelweg zwischen kurzfristigem und dauerhaftem Engagement. Freiwillige, die sich hier betätigen, tun dies aus verschiedenen Motiven, zum Beispiel aus Neugier, Freude an Gemeinschaft oder zur Weiterbildung. Engagieren kann man sich in allen Lebensbereichen: Zum Beispiel in Kulturprojekten, Projekten zur Bekämpfung von Armut, Bildungsprojekten, Stadtteilprojekten, ergänzenden Hilfen in der Pflegearbeit, Hilfen für Seniorinnen und Senioren oder auch Hilfen im Umgang mit Behörden. Drei Projekte im Programm ''Freiwilligendienste aller Generationen'' sprechen die Bürgerinnen und Bürger ihrer Stadt in besonderer Weise an und bieten eine breite Palette möglicher Engagementformen an. Es sind die Leuchtturmprojekte in Lübeck, Nordhorn und Stendal.

Projekt „ePunkt – das Lübecker Bürgerkraftwerk“

Fast zwei Jahre arbeitete ein Kreis von engagierten Bürgerinnen und Bürgern und Verantwortlichen der örtlichen Wohlfahrtsverbände an einem Konzept, mit dem Ehrenamtlichkeit und soziales Engagement in Lübeck neu organisiert werden sollte. Heraus kam ungewöhnlich und einprägsam: ePunkt – das Lübecker Bürgerkraftwerk. E – das steht für ''Engagement'', ''Ehrenamt'' und ''Energie''.

Projekt „Gib 8! – "Freiwilligendienste aller Generationen" des Ev.-ref. Diakonischen Werkes“ in Nordhorn

Das Leuchtturmprojekt ''Gib 8!'' will Freiwillige aller Altersgruppen und Kulturen ansprechen: Junge Menschen im Übergang von der Schule zum Beruf, Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, Menschen im Übergang vom Berufsleben in die Nacherwerbsphase sowie im Ruhestand. Die Freiwilligen des Projekts engagieren sich in den Einsatzfeldern Pflege, Gesundheit, körperliche und seelische Behinderung, Kindertagesstätten und Jugendhilfe. 

Projekt „Generationen miteinander – füreinander“ in Stendal

Die Altmark ist ein dünn besiedelter, ländlicher Raum mit einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit und einer steigenden Zahl älterer Menschen. Die Bürgerinitiative Stendal e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, erwerbslose und hilfebedürftige Menschen zusammenzubringen. Vielfältige Angebote und Weiterbildungsmöglichkeiten, der Aufbau einer Freiwilligenagentur und die Unterstützung durch die Kommune tragen so dazu bei, die Lebensqualität in der Altmark spürbar zu erhöhen. 

Das vom Bundesfamilienministerium geförderte Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) koordiniert die Aktionswoche, mit der bürgerschaftliches Engagement in all seiner Vielfalt und seinem Wert für die Gesellschaft vorgestellt und anerkannt werden soll. Jeder dritte Bürger und jede dritte Bürgerin engagiert sich in irgendeiner Form freiwillig: 17,2 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren engagieren sich regelmäßig mindestens einmal im Monat. Die TV-Moderatorin Sabine Christiansen, die Eiskunstläuferin Katarina Witt und der Profi-Fußballer Christoph Metzelder unterstützen die Kampagne der Aktionswoche, die dieses Jahr bereits zum 5. Mal veranstaltet wird.


Berlin, 2. Oktober 2009

Staatssekretär Dr. Hermann Kues besucht Leuchtturmprojekte in Osnabrück und Norden

Staatssekretaer Dr. Hermann Kues uebergibt einen Scheck an den Leiter des Leuchtturmprojekts in Osnabrueck. Quelle: BMFSFJDr. Hermann Kues und Projektleiter Manfred Blieffert bei der Scheckübergabe

Am Samstag, 20. Juni war das Bundesfamilienministerium vor Ort: Staatssekretär Dr. Hermann Kues besuchte die Leuchtturmprojekte in Norden und Osnabrück... 

Tag der offenen Tür beim Osnabrücker Leuchtturmprojekt „Medienwerkstatt der Generationen“ 

Anlässlich des Tages der offenen Tür der Osnabrücker Kunst- und Musikschule hat Staatssekretär Dr. Hermann Kues den Verantwortlichen des Leuchtturmprojektes ''Medienwerkstatt der Generationen'' einen symbolischen Scheck in Höhe von 150.000 Euro übergeben. Das Projekt der Kunst- und Musikschule Osnabrück ist eines von 46 Leuchtturmprojekten, das im Rahmen des ''Freiwilligendienstes aller Generationen'' für drei Jahre mit jährlich 50.000 Euro gefördert wird.

Dr. Hermann Kues mit Oberbürgermeister Boris Pistorius und den freiwilligen Jugendlichen bei der Präsentation des ersten Filmprojektes

Ziel des Projektes ist der Aufbau einer Medienwerkstatt, die von ehrenamtlich tätigen Jugendlichen und Senioren betreut wird. Die Jugendlichen entwickeln ein Unterrichtsangebot für Seniorinnen und Senioren mit dem Ziel, gemeinsam als Freiwillige an der Musik- und Kunstschule Unterricht in Medienkunst für Jung und Alt zu geben. ''Sie schaffen mit der Medienwerkstatt Voraussetzungen für die aktive Teilhabe der älteren Menschen am gesellschaftlichen Leben sowie an der Mediengesellschaft und tragen zum gegenseitigen Verständnis der Generationen bei'', sagte Staatssekretär Dr. Hermann Kues bei der symbolischen Scheckübergabe.

Die ''Medienwerkstatt der Generationen'' ist das einzige Kulturprojekt unter den 46 ausgewählten Leuchttürmen. Als Leuchtturm soll die Idee auch auf andere Städte und Regionen übertragen werden. Denn ''Was nutzen die besten Ideen, wenn niemand davon erfährt?'', so Staatssekretär Dr. Hermann Kues, der auch die Zusammenarbeit mit den Osnabrücker Schulen hervorhob.

Offizieller Startschuss zum Leuchtturmprojekt „SV Nettwark“ in Norden

Im Rahmen der Eröffnung des Norder Sportfestivals ''Mission Olympic'' hat Staatssekretär Dr. Hermann Kues den offiziellen Startschuss zum Leuchtturmprojekt ''SV Nettwark'' gegeben und einen symbolischen Scheck in Höhe von 150.000 Euro übergeben. Das Projekt der Kreisvolkshochschule Norden ist eines von 46 Leuchtturmprojekten, die im Rahmen des ''Freiwilligendienstes aller Generationen'' für drei Jahre mit jährlich 50.000 Euro gefördert werden.

Die Kreisvolkshochschule hat gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus, dem Kreissportbund Aurich, dem Amt für Wirtschaftsförderung des Landkreises Aurich, der Stadt Norden und den Schulen und Vereinen des Landkreises das Netzwerk ''SV Nettwark'' gegründet. Dort werden Kinder und Jugendliche sowie aktive mobile Ältere zusammengebracht und wirken als Tandems bei der Gestaltung einer bewegungsfreundlichen Schulinfrastruktur mit.

''Sie tun damit massiv etwas für Integration und Teilhabe für Junge und Alte Menschen im Landkreis. Dies ist eine Grundvoraussetzung für ein gedeihliches Miteinander in einer Gesellschaft und damit die beste Voraussetzung für eine starke Gemeinschaft'', so Staatssekretär Kues. Aber nicht nur die Vernetzung innerhalb des Landkreises wird aktiv betrieben. Beste Kontakte bestehen bereits zum SV Werder Bremen, der ebenfalls mit dem Projekt ''SV Werder goes Ehrenamt'' die Freiwilligendienste aller Generationen anbietet. Deshalb war es eine besondere Freude, dass anlässlich des Auftaktes von ''SV Nettwark'' der Mannschaftskapitän vom SV Werder Bremen Frank Baumann und U 17 Europameister Lennart Thy nach Norden gekommen waren.

Dr. Hermann Kues, Projektleiter Bullwinkel, Vors. KSB Remmer Hedemann, KVHS Leiter Uwe Mittwollen (verdeckt), U17 Spieler Lennart Thy und Bürgermeisterin Barbara Schlag mit der kleinen Judoka Vivien, die den Leuchtturm auf Knopfdruck zum Leuchten brachte.
Mannschaftskapitän Frank Baumann und Lennart Thy von Werder Bremen im Gespräch mit Parlamentarischem Staatssekretär Dr. Hermann Kues