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Engagement schlägt Brücken - Freiwilligendienste aller Generationen

Hände im Rasen


Seniorpartner in School

Detailinformationen*

 (* siehe: "Den Umgang mit Konflikten lernen...")

Kindern und Jugendlichen ist geholfen, wenn die Schulbildung – also die bloße Wissensvermittlung – um Angebote ergänzt wird, die soziale Kompetenzen vermitteln. Im Bildungsleuchtturm Berlin vereinigen sich drei Teilprojekte: Seniorpartner in School e.V., Die Ausbildungsbrücke und Projekt Verantwortung.

Den Umgang mit Konflikten lernen – das Projekt „Seniorpartner in School“

„Kultur im Konflikt“ lautet das Motto, das der Arbeit von Seniorpartner in School zu Grunde liegt. Die mit dem Trägerverein kooperierenden Schulen wollen die Konfliktlösekompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler stärken und auch den Unterricht selbst fördern, denn unbewältigte Konflikte lenken vom Lernen ab oder sie werden häufig mit Gewalt ausgetragen und hinterlassen Unterlegene. Freiwillige von 55 bis 76 Jahren unterstützen Jugendliche bei der fruchtbaren und gewaltfreien Bewältigung von Konflikten, ohne diese in eine passive Haltung zu drängen. Die Jugendlichen müssen daher selbst eine Antwort auf die Frage finden: Was kann ich zur konstruktiven Lösung eines Konflikts beitragen? Die Freiwilligen helfen ihnen dabei, ob in Einzelgesprächen oder mit der Methode der Mediation. Mediationstechniken und das Einbeziehen interkultureller Belange lernen die Freiwilligen in Qualifizierungsseminaren vor Aufnahme der bürgerschaftlichen Arbeit. Sie werden im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements durch Supervision begleitet. Über Tageszeitungen, Radio und Fernsehen, nicht zuletzt aber auch durch Mundpropaganda werden die Freiwilligen gewonnen. Seniorpartner in School ist in acht Bundesländern tätig und soll auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt werden. Aus diesem Grund wurde im März der Bundesverband gegründet.

Den Übergang ins Berufsleben meistern – das Projekt „Die Ausbildungsbrücke“

Die Ausbildungsbrücke hilft jungen Menschen in der wichtigen Phase des Übergangs von der Schule in den Beruf. Die Jugendlichen müssen ihre Bewerbungen heute lange im Voraus planen, mit einem guten Abschluss steigen ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz, aber selbst die bestandene Ausbildung garantiert noch nicht die Übernahme in den Beruf. Dies sind genug Gründe, eine Begleitung während der beiden letzten Schuljahre, ja sogar über die gesamte Ausbildungszeit hinweg anzubieten. Studierende, Berufstätige und Seniorinnen und Senioren betreuen Jugendliche in einem Zeitraum, der bis zu vier oder fünf Jahre umfassen kann. Üblicherweise lassen sich die Freiwilligen durch Mundpropaganda gewinnen. Die Qualifizierung der Freiwilligen ist hier besonders wichtig: Hobbyanalyse, Umfeldanalyse, Berufswegeplanung, Informationen zur aktuellen Bewerbungssituation und der Verhaltenskodex im Arbeitsleben sind einige wichtige Bausteine, in denen die Freiwilligen weitergebildet werden, um ihren Schützlingen effektiv helfen zu können. Die Begleitung durch diese Schulpatinnen und Schulpaten ermutigt zahlreiche Betriebe, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Die Ausbildungsbrücke ist ein bundesweites Modell an knapp 30 Standorten.

Die Zivilgesellschaft beleben – das „Projekt Verantwortung“

Das Projekt Verantwortung ist eines von drei Lernprojekten an der Weiterführenden Evangelischen Schule Berlin Zentrum. Es steht bei Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klassen fest im Stundenplan und bietet ihnen die Möglichkeit, Kompetenzen zu entwickeln und einzubringen und an der Gestaltung des Gemeinwesens mitzuwirken. Sie können eigene Initiativen ins Leben rufen oder in bereits bestehenden Projekten in sozialen oder kulturellen Einrichtungen mitarbeiten. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler je nach ihren Neigungen und Fähigkeiten in unterschiedlichen Einsatzbereichen aktiv: Sie  machen z.B. einfache naturwissenschaftliche Experimente oder Theaterstücke mit Kindern im Kindergarten, besuchen chronisch kranke Kinder im Krankenhaus, arbeiten mit Senioren oder behinderten Menschen, gründen Schülerfirmen oder entwickeln Kampagnen für Umweltschutzinitiativen. Für jedes Projekt stehen den jungen Freiwilligen feste Ansprechpartner zur Verfügung. Dies sind erwachsene Freiwillige, die sich als Betreuer im Projekt engagieren. Die Jugendlichen dokumentieren ihre Arbeit und machen so auf die vielen Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Engagements aufmerksam. Am Ende des Jahres werden die Projekte evaluiert und reflektiert; die Freiwilligen präsentieren diese zudem den nachfolgenden Jahrgangsstufen und werben so für Engagement.  

Die drei Projekte sind an Schulen angesiedelt. Daher ergeben sich Anknüpfungspunkte der Zusammenarbeit, z. B. im Bereich der Freiwilligengewinnung- und -qualifizierung.

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