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Engagement schlägt Brücken - Freiwilligendienste aller Generationen

Hände im Rasen


"Freiwilligendienste aller Generationen" der Caritas in Bayern

Detailinformationen

 

Die Katholische Kirche und ihre Caritas sind in Bayern gut verankert. Die Caritas hat als größter Wohlfahrtsverband ein flächendeckendes Netz von über 6000 sozialen Einrichtungen. In den katholischen Pfarrgemeinden sind 110.000 Menschen ehrenamtlich im Sozialbereich tätig: in Jugendgruppen und Altenclubs, in Besuchsdiensten bei alten und kranken Menschen zu Hause und im Heim, in der Kontaktpflege mit Asylsuchenden und der Hospizbewegung, in Freiwilligenagenturen und Selbsthilfegruppen. Die Caritas bildet die Ehrenamtlichen fort. Wer in den Bereichen  Ehrenamt, Freiwilligenarbeit und Bürgerschaftliches Engagement sehr gut aufgestellt bleiben will, muss ständig auf der Suche nach neuen Wegen sein, die Bürgergesellschaft und das soziale Engagement zu stärken. Vier neue Projekte mit Vorbildcharakter zu installieren und den Freistaat Bayern mit ähnlich gestalteten Projekten möglichst dicht zu überziehen, ist daher das erklärte Ziel des Landes-Caritasverbandes. Dabei stellt die Caritas ihre guten Kontakte in den politisch-administrativen Bereich, ihre weit verzweigten Kommunikationskanäle und ihre gute Zusammenarbeit mit den anderen Wohlfahrtsorganisationen, kommunalen Einrichtungen, Stadtteilprojekten und Initiativen zur Verfügung, um die neuen Freiwilligendienste breit zu fördern. Vier soziale Projekte in Bamberg, Miltenberg, München-Ismaning und Kempten bilden den Auftakt. Ob in der Jugend- oder der Familienhilfe, bei den Hilfen für Frauen oder der stationären oder ambulanten Altenhilfe – für Freiwillige aller Altersstufen sind zahlreiche Einsatzmöglichkeiten und Initiativen vorhanden, müssen jedoch oftmals "nur noch" vernetzt und durch den Aufbau von Freiwilligenagenturen unterstützt werden. Die daraus gewonnenen Erfahrungen sollen über die verbandsinternen Kommunikationskanäle Verbreitung finden und letztendlich den fast einhundert bayerischen Kreis- und Stadtverbänden der Caritas vor Ort zugute kommen. Von da aus können die Projektideen in die regionalen Gremien getragen werden, in denen die Caritas vertreten ist, wie z.B. Sozialhilfe- und Jugendhilfeausschüsse in Städten und Landkreisen, Seniorennetzwerke oder Pfarrgemeinderäte. Weitere Kommunikationskanäle können durch die gute Vernetzung mit den kommunalen Spitzenverbänden, politischen Parteien, der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, Kranken- und Pflegekassen, anderen Sozialverbänden, Verbänden privater Anbieter und Kirchen genutzt werden. An folgenden Standorten werden in den nächsten vier Jahren Projekte eingerichtet und dann vervielfältigt:

Bamberg

"Hilfen in der Gemeinde generationsübergreifend initiiert - HIGGI" ist ein Projekt der CariThek Bamberg. Bürgerschaftliche soziale Initiativen können die Lebensqualität eines Gemeinwesens entscheidend verbessern. In der Stadt und dem Landkreis Bamberg sollen Initiativen dieser Art entwickelt und gefördert werden. Darüber hinaus wollen die Verantwortlichen der CariThek soziale und gemeinnützige Einrichtungen in dem Bestreben unterstützen, ihre Angebote durch das Engagement Freiwilliger zu verbessern. Eine Organisationsberatung für ein wirkungsvolles Freiwilligenmanagement und kostenfreie Qualifikationsangebote für Freiwillige und deren Begleit- und Ansprechpersonen in den Einrichtungen sollen den Qualitätsschub bewirken.

Miltenberg

Dort besteht bereits die "Fachberatungsstelle für Senioren und pflegende Angehörige". Deren Arbeit erfährt bedeutende Unterstützung, wenn bedarfsgerechte Versorgungs- und Vernetzungsstrukturen für ältere Menschen im Landkreis Miltenberg aufgebaut werden. Ziel ist die Errichtung einer Freiwilligenagentur als eigenständige Fachstelle innerhalb der bestehenden Fachberatungsstelle. Die vermittelten Freiwilligen  werden konkrete unterstützende Angebote für hilfebedürftige Senioren und deren Angehörige machen. Das Projekt ist bereits jetzt mit vielen kompetenten Initiativen unterschiedlicher Kulturen und Konfessionen stark vernetzt. Dadurch kann auf die Hilfebedürftigen besonders individuell und verständnisvoll eingegangen werden.

Ismaning

"Generationen und Kulturen lernen voneinander" ist das in München-Ismaning ansässige Projekt. Freiwillige jeden Alters aus allen Schichten und Kulturen werden mittels einer Datenbank und der Beratung durch die Freiwilligenbörse in Freiwilligendienste vermittelt. Diese Dienste können Bildungspatenschaften, Leseprojekte, thematische Kulturabende oder Deutschkurse umfassen. Wichtige Partner sind dabei in erster Linie die Gemeinde Ismaning und der Arbeitskreis "Soziale Aspekte" der Freiwilligenbörse. Einsatzstellen sind die Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbände oder gemeinnützige, zivilgesellschaftliche Vereine und Initiativen. Mindestens 20 Freiwillige sollen sich nach den Vorstellungen der Ismaninger ab 2011 engagieren.

Sonthofen

Von der Caritas-Geschäftsstelle in Sonthofen aus wird das Projekt "Familienfreundliches Kempten" betreut. Es soll ein Netzwerk entstehen, das hilfebedürftigen Familien z.B. bei der Hausaufgabenbetreuung der Kinder, bei der Ausbildungsplatzsuche Jugendlicher, bei finanziellen Nöten, Alter oder Krankheit unter die Arme greift. Um dies zu verwirklichen, muss zunächst die Arbeit des bestehenden Aktionskreises "Familienfreundliches Kempten" unterstützt und eine tragfähige Vernetzung der Wohlfahrtsverbände, der kommunalen Ämter und Stadtteilprojekte geschaffen werden. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Familienzentrums als Anlaufstelle geplant sowie die Schaffung einer Freiwilligenagentur in Kempten. Dieser kommt die Aufgabe zu, die engagierten Helferinnen und Helfer – seien es Jugendliche, Senioren oder Menschen in der Lebensmitte – nach Interessen, Befähigung und Bedarf zu vermitteln.

Die Projekte der Caritas in Bayern sind geografisch etwa gleichmäßig über das Bundesland verteilt. Auch wenn dieser Aspekt im Zeitalter sekundenschneller Informationsübermittlung vielleicht keine überragende Rolle mehr spielt, ist er doch ein Indiz dafür, dass nicht nur ein besonders engagierter Bezirk hinter den neuen Freiwilligendiensten steht, sondern der gesamte Landesverband. Nicht nur nach außen, auch nach innen zeigt sich, dass der Leuchtturm breit aufgestellt ist.

 

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