Initiativkreis Freiburger Freiwilligendienste (IFF) aller Generationen
Detailinformationen
Der „ Initiativkreis Freiburger Freiwilligendienste“ (IFF) fördert und entwickelt gemeinsam Freiwilligendienste aller Generationen in Freiburg und dem Umland. Unter der Federführung der Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Freiburg haben sich vier erfahrene Projektpartner zusammengeschlossen, die auch als Anlaufstellen für Freiwillige dienen. Hierzu zählen der Caritas-Verband Freiburg-Stadt, der DRK Landesverband Badisches Rotes Kreuz, das Büro für Migration und Integration der Stadt Freiburg und nicht zuletzt die Freiburger Freiwilligenagentur, in Trägerschaft der Paritätischen Dienste. Schon jetzt sind Freiwillige in Vorgängerprojekten der genannten Partner engagiert, so dass der Initiativkreis auf bewährte Engagementstrukturen zugreifen kann.
Ziel der Initiative ist es, die Freiwilligendienste aller Generationen mit den bisherigen Erfahrungen und Akteuren in der lokalen Engagementförderung zu verzahnen und neue Angebote zu initiieren.
Ziele des Freiburger Initiativkreises sind:
1. Die Koordinierung und Abstimmung des Initiativkreises
Die vier Träger bilden den organisatorischen Kern der Neuen Freiwilligendienste und koordinieren das Projekt IFF. Hier steht der regelmäßig Erfahrungsaustausch, die regionale Entwicklung des Freiwilligendienstes und die gemeinsame Qualifizierung von Engagierten im Vordergrund.
2. Die Gewinnung weiterer Partner
Um den Kern herum soll ein Ring themenbezogener Projektpartner/innen entstehen. Hierzu gehören z.B. Engagementförderer wie die Arbeiterwohlfahrt und das Diakonische Werk oder auch die Fördereinrichtungen wie die Arbeitsagentur und die Handwerkskammer.
3. Die Koordination und Verzahnung der Freiwilligen
Die Freiwilligen werden professionell ausgewählt, begleitet, beraten und geschult. Als wichtige Elemente der Engagementförderung sind neben der Wertschätzung der Freiwilligen auch umfangreiche Qualifizierungsangebote und der Wechsel zwischen den Einsatzfeldern vorgesehen.
4. Das Verhältnis zwischen Ehren- und Hauptamtlichen
Es ist ein fundamentales Anliegen des Freiburger Initiativkreises, weder hauptamtliches noch professionelles Engagement durch den Einsatz von Freiwilligen zu ersetzen. Hier steht der Aufbau von funktionsfähigen Kooperationsstrukturen und gegenseitige Förderung im Vordergrund.
Zum Einsatz von Freiwilligen wurden vier Einsatzschwerpunkte entwickelt:
A) Familien in schwierigen Lebenssituationen brauchen oft Unterstützung in der Alltagsbewältigung. Familienpaten helfen z.B. bei den Schulaufgaben und in der Kinder- und Jugendlichenbetreuung.
B) Demenzkranke und Seniorinnen und Senioren benötigen Assistenz – gemeinsames Essenkochen und Freizeitgestaltung sind wertvolle Hilfen im Alltag.
C) Freiwillige aus der Berufswelt oder Seniorinnen und Senioren, die gerade ihr Arbeitsleben beendet haben, begleiten Migrantinnen und Migranten bei der Arbeitssuche und bei Bewerbungen.
D) Menschen mit Gebrechen und Behinderung steht oft nur ein begrenzter Aktionsradius zur Verfügung, der durch die Hilfen des Besuchs- und Begleitdienstes erweitert werden kann.
In den bisherigen Projekten engagieren sich hauptsächlich Freiwillige zwischen 25 und 65 Jahren. Die Altersstruktur ist weitgehend ausgewogen, wobei ein leichter Schwerpunkt bei den 45 bis 55-jährigen zu verzeichnen ist. In Zukunft soll das Altersspektrum der Freiwilligen nach oben und unten ausgedehnt werden. Daher werden verstärkt Seniorinnen und Senioren sowie Studentinnen und Studenten angesprochen, aber auch Menschen, die sich beruflich (neu) orientieren wollen. Die Öffentlichkeitsarbeit, die Begleitung und die Qualifikationen der Freiwilligen werden in den nächsten Jahren intensiv gefördert. Die Freiwilligen werden vom Träger begleitet und regelmäßig zu Seminaren und Fortbildungsangeboten eingeladen. Hier gibt es Gelegenheit für den Austausch der Freiwilligen untereinander und den Erwerb von zertifizierten Qualifikationen. Außerdem werden Fachthemen vermittelt, die auf die praktischen Einsätze vorbereiten.
Um ein reibungsloses Miteinander von Hauptamtlichen und Freiwilligen im Alltag zu erreichen, ist eine akzeptierende und vorbehaltlose Kommunikation notwendig. Ziel ist es, die Freiwilligendienste als Ergänzung, nicht als Konkurrenz zu den hauptamtlich Beschäftigten und professionellen Angeboten, begreiflich zu machen. Gemeinsam will der Initiativkreis erreichen, dass die neuen Freiwilligendienste aller Generationen bekannter und das Angebot des Initiativkreises angenommen und erweitert wird.
Das Freiburger Konzept kann durchaus auf andere Städte übertragen werden, wenn entsprechende Träger vorhanden sind, die sich für die Bedarfslagen und die bestehende Engagementkultur öffnen und die kommunale Verwaltung die Potenziale des bürgerschaftlichen Engagements ernsthaft unterstützt. Der „Initiativkreis Freiburger Freiwilligendienste möchte, dass das entstehende Netzwerk ein fester Bestandteil der Kultur „Bürgerschaftlichen Engagements“ in Freiburg und Umgebung wird.
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