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Engagement schlägt Brücken - Freiwilligendienste aller Generationen

Hände im Rasen


ReNeNa - Regensburgs nette Nachbarn (Arbeitstitel)

Detailinformationen

 

„Regensburgs Nette Nachbarn - ReNeNa“ ist ein breit angelegtes Leuchtturmprojekt, das sich der Schaffung und Förderung zukunftsweisender Rahmenbedingungen widmet, die Seniorinnen und Senioren ein selbstbestimmtes betreutes Wohnen in den eigenen vier Wänden ermöglichen.
Dies erfordert im Einzelnen die stadtteilbezogene Erfassung, Neu- bzw. Weiterentwicklung von bedarfs- und bedürfnisgerechten Engagementbereichen und die dauerhafte Vernetzung der Freiwilligen-Angebote, wie etwa Wohnungsanpassung, Kleinreparaturdienst, Besuchsdienst, Vorsorgeberatung und andere Dienste, die das „Betreute Wohnen zu Hause“ begleiten bzw. absichern. 

Vorgesehen ist aber auch die fachliche Implementierung eines Case Management ähnlichen Verfahrens durch den Einsatz von freiwilligen „Stadtteilkümmerern", die eng mit den zuständigen Beratungs- und Fachdiensten zusammenarbeiten. Dies wird gestützt durch die Initiierung und Begleitung eines umfassenden Netzwerk-Managements durch Kontakte, Vernetzung und unterstützende Kooperationen.
Das Projekt startet mit fünf Studentinnen und Studenten sowie fünf Seniorinnen und Senioren, die sich gegenseitig beraten und die Kerngruppe intergenerationeller Arbeit bilden. Als Vertreter unterschiedlicher Lebensphasen öffnen sie die Freiwilligendienste sichtbar für andere Altersgruppen und machen so den generationenübergreifenden Aspekt der neuen Freiwilligendienste deutlich. So können vielfältige Praxisfelder unter der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen, Familien, Alleinerziehenden und Senioren initiiert, erprobt und von den Dozentinnen und Dozenten der Hochschule reflektiert werden. Das Wirken der zehn ausgewählten Freiwilligen soll vorbildhaft auf die 200 bereits im Seniorenbüro freiwillig Engagierten ausstrahlen, so dass aus diesem Pool weitere Personen für das Leuchtturmprojekt ReNeNa gewonnen werden können. 

Ohne Begleitung, Qualifizierung und Anerkennung kann ReNeNa jedoch nicht dauerhaft wachsen. Daher werden ergänzend zur fachlichen Begleitung und Qualifizierung durch das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern projekt- und einsatzbezogene Bildungsmaßnahmen wie z.B. Aus- und Weiterbildung, Seminare, Supervision, Praktika und Praxisbegleitung, auch im Sinne einer zugewandten Anerkennungskultur geleistet. Die erforderlichen Erfahrungen und Kompetenzen sind durch die gegebene Struktur vor Ort (z.B. Senior-Trainer-Ausbildung) vorhanden und können den bedarfs- und bedürfnisgerechten Anforderungen der Freiwilligen jederzeit angepasst werden.
Nach der Bedarfsanalyse und Schulung der bereits engagierten Freiwilligen aus dem Bereich der Kooperationspartner (z.B. Nachbarschaftshilfen) ist eine dem Bedarf angemessene Steigerung geplant. Dafür muss der Zugang zu Organisationen und Institutionen in Sozialräumen geschaffen werden, um an deren formelle und informelle Strukturen andocken zu können. Vorgesehen sind mindestens 10 Stadtteilkümmerer, ca. 30 Ergänzungsfreiwillige zur teilweisen Neuorientierung vorhandener Angebote, wie z.B. die Öffnung der Seniorenwerkstatt für Familien oder des Kleinreparaturdiensts für Alleinerziehende. Daneben ist ReNeNa natürlich offen gegenüber der Entwicklung neuer, insbesondere intergenerationeller Vorhaben.

Soll ein möglichst breiter Personenkreis für freiwilliges Engagement gewonnen werden, ist ein langfristig angelegter Kommunikationsprozess notwendig, der gut geplant sein muss. Daher arbeiten die Stadt Regensburg und die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule Regensburg eng mit der FreiwilligenAgentur Regensburg und dem Seniorenbüro zusammen, um ein umfassendes, nachbarschaftliches Engagementnetzwerk aufzubauen bzw. weiterzuentwickeln. Darüber hinaus kooperiert die Stadt Regensburg bei diesem Leuchtturmprojekt mit Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden, Sozialstationen, Wohnungsbaugesellschaften, der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule Regensburg, mit dem Seniorenbeirat sowie dem Ausländer- und Aussiedlerbeirat.

Durch die Initiierung einer kommunalen Bürgerstiftung u. a. mit dem Stiftungszweck "Förderung des bürgerschaftlichen Engagements" bis Ende 2009, soll die gebotene Nachhaltigkeit erreicht werden. 

 

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