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Engagement schlägt Brücken - Freiwilligendienste aller Generationen

Hände im Rasen


Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen engagieren sich freiwillig, vernetzt im System bürgerschaftlicher Wertschöpfung im Kreis Tübingen - BEST

Detailinformationen

 

Zwischen dem Schönbuch und der Alb, am Zusammenfluss von Neckar, Ammer und Steinlach eröffnet sich dem Betrachter eine Gegend, die reich ist an landschaftlichen, historischen und kulturellen Höhepunkten, wissenschaftlichen und literarischen Erfolgen. Auch die Engagementlandschaft des Kreises Tübingen ist reich – reich an verschiedenen Initiativen. Wer sich im Landkreis Tübingen engagieren will, kann dies auf vielfältige Weise tun, etwa in der Kindertagesbetreuung, der Hausaufgabenbetreuung, der Jugend- und Ganztagsbegleitung, in Jobpatenschaften,  bei der Sportbegleitung, in der Planung und Gestaltung autonomen Lebens im Alter, in Nachbarschaftshilfen oder der Wohnberatung, bei der Alltagsbegleitung, in den ehrenamtlichen Beratungsdiensten „Pflegeversorgung“, „Heimbeiräte“ oder „Patientenverfügung“, als Pflegehelfer in der Pflegebegleitung, in der Integrationshilfe, der Alphabetisierungshilfe, in der Straffälligen- und Bewährungshilfe, in der Elternbildung,  der Schuldnerberatung, bei diversen Sozialdiensten (Hospizdienst/Sterbebegleitung, Bahnhofsmission, Tafelläden in Tübingen, Rottenburg und Mössingen), bei kommunalen Dienstleistungen, Volkshochschulen, in der Museums- und Bibliotheksaufsicht, in Sonderdiensten der Universität Tübingen, im Generationentheater, in diversen Vereinsdiensten (Beginen Stiftung, DAV-Geschäftsstelle, Tierheim) und in Umweltschutzdiensten.

Nun gilt es, mit dem Leuchtturmprojekt „BEST“ die vielfältigen Quellen bürgerschaftlichen Engagements zu einem Strom Neuer Freiwilligendienste zu vereinen. Der Landkreis arbeitet dabei mit den Kreisstädten Mössingen, Rottenburg und Tübingen sowie dem „Büro Aktiv Tübingen“, der Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement in Rottenburg, Trägern der freien Wohlfahrtspflege und dem Kreisseniorenrat zusammen. Die Partner bilden bereits eine Steuerungsgruppe, die Anlaufstelle für BEST ist bei der Abteilung für Soziales des Landkreises angesiedelt. Ein Beirat ist geplant, wenn Verbände und Unternehmen sich dem Projekt anschließen.

Das Projekt ist konzeptionell an das Projekt „Nachhaltige Seniorendienste im Kreis Tübingen“ angelehnt  mit ähnlich konzipierten Programmen im Landkreis Tübingen, wie SELMA (Selbständig im Alter) verknüpft. Erweitert auf alle Generationen ist BEST zusätzlich das Verbindungsstück zwischen dem Jugendbegleiterprogramm, „Jugend engagiert sich“, dem Mössinger Netzwerk "Streuobst", der Bürgermentorenausbildung, dem Migrationsprojekt "Multikulturelle Erfahrungen weitergeben", der individuellen Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche und den Programmen im Bereich Corporate Social Responsibility und der interkulturellen Vermittlung. Die Einsatzgebiete der Fördergelder werden über eine konkrete „Bestandserhebung“ ermittelt, die Aufschluss gibt, an welcher Stelle die Gelder am Sinnvollsten eingesetzt werden können. Nach drei Jahren soll im Zuge von BEST eine Datenbank aufgebaut sein.

Privatpersonen aller Altersstufen sind aufgerufen, sich am Projekt zu beteiligen. Für alle gilt: neben emotionalen Belohnungen bietet der neue Freiwilligendienst auch weitere Vorteile.

Den Freiwilligen wird Anerkennung über den Quali-Pass, den Tagen der  pflegenden Angehörigen und Tagen des Ehrenamts kommuniziert: Jugendliche können vom „Quali-Pass“ profitieren, der als Nachweis für ihre Tätigkeit auch einen Vorteil bei der Ausbildungsplatzsuche darstellen kann. Seniorinnen und Senioren haben Kontakt zu jungen Menschen und können ihre Erfahrungen einbringen. Erfahrungen und der Wille zum Helfen reichen aber oft nicht aus. Einer der Schwerpunkte des Projekts ist die Qualifizierung für Freiwillige: Für deren interne Qualifizierung, für Beratungen und die Fortbildungen der Koordinatoren werden jährlich 20.000 Euro benötigt. Bedürfnisse und Qualifizierungswünsche der Ehrenamtlichen werden zunächst erfasst, die bestehenden Angebote weiterentwickelt und ein konkretes Begleit- und Qualifizierungsprogramm aufgebaut.

 

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